OP-Masken Typ I, II und IIR: Die Norm-Unterschiede kompakt erklärt
Guido KerberShare
OP-Masken Typ I, II und IIR: Die Norm-Unterschiede kompakt erklärt
Zuletzt aktualisiert: 18. September 2026
Auf jeder OP-Maskenverpackung steht eine kleine, aber wichtige Kennzeichnung: Typ I, Typ II oder Typ IIR. Diese Einteilung stammt aus der europäischen Norm DIN EN 14683:2019 und beschreibt, wie leistungsfähig eine medizinische Gesichtsmaske tatsächlich ist – unter anderem bei der bakteriellen Filterung und der Flüssigkeitsresistenz. Wer weiß, was hinter den Typenbezeichnungen steckt, kann für den jeweiligen Einsatzzweck die richtige Maske wählen. Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede kompakt und praxisnah.
Was regelt die DIN EN 14683:2019?
Die DIN EN 14683:2019 ist die europäische Norm für medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz, MNS). Sie legt fest, welche Prüfkriterien eine Maske erfüllen muss, um als Medizinprodukt der Klasse I in Verkehr gebracht werden zu dürfen – darunter die bakterielle Filtereffizienz (BFE), den Atemwiderstand sowie bei bestimmten Typen die Flüssigkeitsresistenz gegenüber Spritzern. Anders als FFP2-Masken sind OP-Masken nach EN 14683 in erster Linie zum Fremdschutz gedacht: Sie reduzieren den Ausstoß von Tröpfchen der tragenden Person.
Die drei Typen im Detail
Typ I ist die Basisvariante mit einer bakteriellen Filtereffizienz von mindestens 95 %. Sie wird laut Norm vor allem für Patient:innen vorgesehen, etwa um die Ausbreitung von Infektionen einzudämmen, sowie im nicht-klinischen Bereich.
Typ II erreicht mit mindestens 98 % eine höhere bakterielle Filterleistung und ist für den Einsatz durch medizinisches Fachpersonal im klinischen Umfeld vorgesehen.
Typ IIR erfüllt dieselben Filteranforderungen wie Typ II (BFE ≥ 98 %), verfügt aber zusätzlich über eine flüssigkeitsresistente Schicht. Das „R" steht für „resistant": Diese Masken widerstehen einem Spritzdruck von mindestens 16 kPa und eignen sich dadurch für Situationen, in denen Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten möglich ist, etwa im OP-Saal.
Norm-Kriterien im Vergleich
| Kriterium | Typ I | Typ II | Typ IIR |
|---|---|---|---|
| Bakterielle Filtereffizienz (BFE) | ≥ 95 % | ≥ 98 % | ≥ 98 % |
| Atemwiderstand | < 40 Pa/cm² | < 40 Pa/cm² | < 60 Pa/cm² |
| Flüssigkeitsresistenz | nicht gefordert | nicht gefordert | ≥ 16 kPa Spritzdruck |
| Typischer Einsatzbereich | Patient:innen, nicht-klinischer Bereich | Klinisches Fachpersonal | OP-Saal, Spritzkontakt möglich |
Welcher Typ ist wann nötig?
Für den Alltag, in Wartezimmern oder im nicht-klinischen Bereich reicht in der Regel Typ I oder Typ II aus. Sobald jedoch Spritzer von Blut, Sekreten oder anderen Körperflüssigkeiten möglich sind – etwa bei chirurgischen Eingriffen, in der Zahnmedizin oder bei bestimmten Pflegetätigkeiten – schreiben Hygienevorgaben in der Regel Typ IIR vor. Im Zweifel gilt: Die betriebliche Gefährdungsbeurteilung oder die Hygieneverordnung der jeweiligen Einrichtung legt fest, welcher Typ erforderlich ist. Wer grundsätzlich unsicher ist, ob eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske die richtige Wahl ist, findet Orientierung in unserem Vergleich FFP2 vs. OP-Maske.
Häufig gestellte Fragen zu OP-Masken Typ I, II und IIR
Was ist der Hauptunterschied zwischen Typ II und Typ IIR?
Beide Typen haben dieselbe bakterielle Filtereffizienz von mindestens 98 %. Typ IIR verfügt zusätzlich über eine flüssigkeitsresistente Schicht, die einem Spritzdruck von mindestens 16 kPa standhält – Typ II bietet diesen Schutz nicht.
Reicht Typ I für den privaten Gebrauch aus?
Ja, für den nicht-klinischen Alltagsgebrauch ist Typ I mit einer bakteriellen Filtereffizienz von mindestens 95 % laut Norm ausreichend vorgesehen.
Ist Typ IIR automatisch die beste Wahl?
Nicht zwingend. Typ IIR bietet zusätzlichen Spritzschutz, ist aber vor allem dort sinnvoll, wo tatsächlich Kontakt mit Flüssigkeiten möglich ist. Für andere Anwendungen ist Typ I oder II ausreichend und funktional gleichwertig in der Filterleistung.
Schützt eine OP-Maske auch die tragende Person selbst?
OP-Masken nach EN 14683 sind primär für den Fremdschutz konzipiert, also um andere vor den Tröpfchen der tragenden Person zu schützen. Für den Eigenschutz vor Partikeln in der Atemluft sind FFP2-Masken nach EN 149 die geeignetere Wahl.
Fazit
Die Typenbezeichnung auf der Verpackung verrät auf einen Blick, wofür eine OP-Maske geeignet ist: Typ I für den Alltag, Typ II für klinisches Personal ohne Spritzkontakt, Typ IIR für Situationen mit Flüssigkeitskontakt. Alle unsere OP-Masken sind nach DIN EN 14683:2019 zertifiziert und Made in Germany. Entdecke unser gesamtes Sortiment an medizinischen OP-Masken oder informiere dich über unsere Bestseller.
Dennoch, bei kela bekommen Sie immer die Typ IIR OP-Maske.
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