OP-Masken richtig tragen: 7 häufige Fehler und wie du sie vermeidest

OP-Masken richtig tragen: 7 häufige Fehler

Eine OP-Maske nützt nur dann, wenn sie korrekt getragen wird. In der Praxis sieht man jedoch häufig Fehler, die den Schutz erheblich mindern. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du deine medizinische Maske richtig anlegst – und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest.

Fehler 1: Maske unter der Nase tragen

Der wohl häufigste Fehler: Die Maske sitzt zwar über dem Mund, lässt aber die Nase frei. Damit ist der Schutzeffekt praktisch aufgehoben, da Atemluft ungehindert an der Maske vorbeifließt. Nase und Mund müssen immer vollständig bedeckt sein.

Fehler 2: Nasenbügel nicht anpassen

Jede OP-Maske hat einen formbaren Nasenbügel, der individuell angepasst werden sollte. Wird er nicht geformt, entstehen Seitenlücken – Luft strömt ungefiltert ein und aus. Den Bügel mit beiden Händen fest an die Nasenform drücken.

Fehler 3: Die Maske mit schmutzigen Händen berühren

Beim An- und Ablegen der Maske nur die Ohrschlaufen anfassen, nicht die Innenseite der Maske. Händewaschen vor und nach dem Maskenwechsel ist Pflicht.

Fehler 4: Maske zu lange tragen

OP-Masken sind Einmalprodukte und sollten bei sichtbarer Verschmutzung, Feuchtigkeit oder nach spätestens 4 Stunden Tragezeit gewechselt werden. Eine feuchte Maske bietet deutlich weniger Schutz.

Fehler 5: Maske in der Hosentasche verstauen

Eine abgelegte Maske gehört in einen sauberen Beutel oder wird direkt entsorgt – nicht in die Hosentasche stecken. Keime von der Außenseite können sonst auf andere Gegenstände übertragen werden.

Fehler 6: Maske über Kinn oder Hals ziehen

Viele Menschen ziehen die Maske kurz herunter, wenn sie sprechen oder eine Pause machen – und legen sie dann wieder an. Die Außenseite der Maske ist mit Keimen belastet und sollte nie in Kontakt mit Haut oder Haaren kommen.

Fehler 7: Falsche Maske für den Einsatzbereich

Nicht jede Maske ist für jeden Zweck geeignet. In medizinischen Einrichtungen sollte mindestens ein Typ IIR (spritzwasserresistent) getragen werden. Für den maximalen Eigenschutz ist eine FFP2-Maske erforderlich.

So legst du eine OP-Maske richtig an – Schritt für Schritt

  1. Hände gründlich waschen oder desinfizieren
  2. Maske aus der Verpackung nehmen, dabei nur die Ohrschlaufen berühren
  3. Farbige Seite nach außen – weiße Innenseite zum Gesicht
  4. Ohrschlaufen über die Ohren hängen
  5. Maske über Nase, Mund und Kinn ziehen
  6. Nasenbügel mit beiden Händen fest an die Nase drücken
  7. Sitz prüfen: Keine Seitenlücken, Nase vollständig bedeckt

Wann muss die Maske gewechselt werden?

  • Bei sichtbarer Verschmutzung oder Beschädigung
  • Wenn die Maske feucht oder durchgeschwitzt ist
  • Nach spätestens 4 Stunden kontinuierlicher Nutzung
  • Nach dem Kontakt mit potenziell infizierten Personen

Fazit

Eine OP-Maske entfaltet ihren vollen Schutz nur bei korrekter Anwendung. Die häufigsten Fehler – Nase freilassen, Nasenbügel nicht anpassen oder Maske zu lange tragen – lassen sich leicht vermeiden. Mit einer hochwertigen Maske vom Typ IIR und richtiger Anwendung bist du optimal geschützt.

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