Erkältungs- und Grippesaison 2026/27: Der richtige Schutz für Herbst und Winter

Erkältungs- und Grippesaison 2026/27: Der richtige Schutz für Herbst und Winter

Zuletzt aktualisiert: 13. August 2026

Mit den ersten kühleren Tagen im Herbst beginnt auch wieder die Erkältungs- und Grippesaison. Millionen Menschen in Deutschland stecken sich jedes Jahr mit Atemwegsinfekten an – viele Ansteckungen ließen sich mit ein paar einfachen Schutzmaßnahmen vermeiden. In diesem Ratgeber erklären wir, wann eine Maske sinnvoll ist, wer besonders auf Schutz achten sollte und wie du dich rechtzeitig auf die kalte Jahreszeit vorbereitest.

Warum die Erkältungs- und Grippesaison besonderen Schutz erfordert

In der kalten Jahreszeit verbringen Menschen mehr Zeit in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen – ideale Bedingungen für die Übertragung von Viren. Laut Robert Koch-Institut (RKI) kann ein korrekt getragener Mund-Nasen-Schutz in Phasen starker Viruszirkulation in Innenräumen einen zusätzlichen Schutz vor Infektionen bieten, insbesondere für Risikogruppen (Quelle: RKI). Auch Menschen mit akuten Atemwegssymptomen sollten laut RKI zum Fremdschutz eine Maske tragen, besonders wenn ein enger Kontakt mit Risikogruppen nicht vermeidbar ist.

Wann beginnt die Erkältungs- und Grippesaison?

Die Erkältungssaison beginnt in Deutschland meist im Oktober und zieht sich bis in den April. Die eigentliche Grippewelle setzt in der Regel etwas später ein und dauert laut RKI im Schnitt drei bis vier Monate, mit deutlichen Unterschieden von Jahr zu Jahr. Wer sich frühzeitig – idealerweise schon im Herbst – auf beides vorbereitet, kommt seltener unvorbereitet in Kontakt mit Erkrankten.

FFP2 oder OP-Maske: Was ist in der Erkältungssaison sinnvoll?

Nicht jede Situation erfordert denselben Maskentyp. Ein kurzer Überblick hilft bei der Entscheidung:

Situation Empfohlener Maskentyp Grund
Eigene Erkältungssymptome, Kontakt zu anderen OP-Maske Fremdschutz, hoher Tragekomfort im Alltag
Besuch bei Risikopersonen (z. B. Angehörige in Pflege) FFP2-Maske Eigen- und Fremdschutz bei engem Kontakt
Volle öffentliche Verkehrsmittel, Wartezimmer FFP2-Maske Hohe Viruslast in Innenräumen, dichter Sitz
Kurzer Einkauf, geringes Risiko OP-Maske Ausreichender Basisschutz, angenehm zu tragen

Wann eine OP-Maske ausreicht

Für den Alltag und kurze Kontakte mit geringem Risiko ist eine medizinische OP-Maske meist ausreichend. Sie schützt vor allem die Umgebung vor Tröpfchen und lässt sich über längere Zeit komfortabel tragen.

Wann eine FFP2-Maske empfehlenswert ist

Bei engem Kontakt mit Risikogruppen, in vollen Innenräumen oder wenn der eigene Schutz im Vordergrund steht, ist eine FFP2-Maske die bessere Wahl. Sie sitzt dicht am Gesicht und filtert mindestens 94 % der luftgetragenen Partikel. Einen ausführlichen Vergleich beider Maskentypen findest du in unserem Ratgeber FFP2 vs. OP-Maske: Was ist der Unterschied?

Wer in der Erkältungssaison besonders auf Schutz achten sollte

  • Pflegekräfte und medizinisches Personal: Regelmäßiger Kontakt mit vulnerablen Patientinnen und Patienten
  • Chronisch Kranke und Menschen mit geschwächtem Immunsystem: Höheres Risiko für schwere Verläufe
  • Schwangere: Erhöhtes Risiko für Komplikationen bei Atemwegsinfekten
  • Senioren: Grippeverläufe sind im Alter häufig schwerer
  • Pendler und Vielreisende: Häufiger Kontakt mit vielen Menschen in Bus, Bahn und Flugzeug
  • Familien mit Neugeborenen oder Kleinkindern: Schutz der Kleinsten vor Ansteckung durch Erwachsene

Zusätzliche Schutzmaßnahmen neben der Maske

  • Regelmäßiges Händewaschen: Mindestens 20 Sekunden mit Seife, besonders nach dem Kontakt mit öffentlichen Oberflächen
  • Richtig lüften: Innenräume mehrmals täglich stoßlüften, um die Viruskonzentration in der Luft zu senken
  • Abstand halten: Wo möglich, Abstand zu erkennbar erkrankten Personen wahren
  • Husten- und Niesetikette: In die Armbeuge husten oder niesen, nicht in die Hand
  • Immunsystem stärken: Ausreichend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft und ausgewogene Ernährung

Rechtzeitig vorsorgen: Maskenvorrat für Herbst und Winter

Wer erst zur Maske greift, wenn die halbe Familie bereits erkältet ist, hat oft das Nachsehen – gute Masken sind dann schnell vergriffen. Es lohnt sich daher, rechtzeitig vorzusorgen:

  • Ausreichend OP- und FFP2-Masken für den gesamten Haushalt bevorraten
  • Beim Kauf auf CE-Zertifizierung und ein Mindesthaltbarkeitsdatum mit ausreichender Restlaufzeit achten
  • Masken trocken, kühl und lichtgeschützt lagern
  • Mit einem Masken-Bundle für unterschiedliche Situationen (Alltag, Besuche, unterwegs) gut ausgestattet sein

Häufig gestellte Fragen zur Erkältungs- und Grippesaison

Wann beginnt die Erkältungs- und Grippesaison in Deutschland?

Die Erkältungssaison beginnt in der Regel im Oktober und dauert bis in den April. Die eigentliche Grippewelle setzt meist etwas später ein und dauert laut RKI im Schnitt drei bis vier Monate, wobei der genaue Zeitpunkt von Jahr zu Jahr variiert.

Schützt eine Maske wirklich vor Erkältung und Grippe?

Laut RKI kann ein korrekt getragener Mund-Nasen-Schutz in Phasen starker Viruszirkulation in Innenräumen einen zusätzlichen Schutz vor Infektionen bieten. Besonders wirksam ist die Maske in Kombination mit weiteren Maßnahmen wie Händehygiene und regelmäßigem Lüften.

Welche Maske sollte ich bei eigenen Erkältungssymptomen tragen?

Bei eigenen Symptomen empfiehlt das RKI das Tragen einer Maske zum Fremdschutz, besonders wenn enger Kontakt zu Risikogruppen nicht vermeidbar ist. Eine OP-Maske ist hierfür in der Regel ausreichend.

Wie viele Masken sollte ich für die Erkältungssaison bevorraten?

Eine pauschale Zahl gibt es nicht, da der Bedarf von Haushaltsgröße und Nutzung abhängt. Sinnvoll ist ein Vorrat, der mehrere Wochen Alltagsgebrauch sowie zusätzliche Situationen wie Arztbesuche oder Kontakt mit Risikopersonen abdeckt – ergänzt um FFP2-Masken für besonders risikoreiche Situationen.

Fazit

Die Erkältungs- und Grippesaison lässt sich nicht vermeiden, das eigene Ansteckungsrisiko aber durchaus senken. Die richtige Maske zur richtigen Zeit, kombiniert mit guter Handhygiene und regelmäßigem Lüften, reduziert das Infektionsrisiko spürbar. Wer sich schon jetzt im Spätsommer eindeckt, ist für Herbst und Winter bestens vorbereitet.

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