OP-Masken richtig tragen: 7 häufige Fehler und wie du sie vermeidest

OP-Masken richtig tragen: 7 häufige Fehler

Zuletzt aktualisiert: 3. August 2026

Eine OP-Maske nützt nur dann, wenn sie korrekt getragen wird. In der Praxis sieht man jedoch häufig Fehler, die den Schutz erheblich mindern. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du deine medizinische Maske richtig anlegst – und welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest.

Fehler 1: Maske unter der Nase tragen

Der wohl häufigste Fehler: Die Maske sitzt zwar über dem Mund, lässt aber die Nase frei. Damit ist der Schutzeffekt praktisch aufgehoben, da Atemluft ungehindert an der Maske vorbeifließt. Nase und Mund müssen immer vollständig bedeckt sein.

Fehler 2: Nasenbügel nicht anpassen

Jede OP-Maske hat einen formbaren Nasenbügel, der individuell angepasst werden sollte. Wird er nicht geformt, entstehen Seitenlücken – Luft strömt ungefiltert ein und aus. Den Bügel mit beiden Händen fest an die Nasenform drücken.

Fehler 3: Die Maske mit schmutzigen Händen berühren

Beim An- und Ablegen der Maske nur die Ohrschlaufen anfassen, nicht die Innenseite der Maske. Händewaschen vor und nach dem Maskenwechsel ist Pflicht.

Fehler 4: Maske zu lange tragen

OP-Masken sind Einmalprodukte und sollten bei sichtbarer Verschmutzung, Feuchtigkeit oder nach spätestens 4 Stunden Tragezeit gewechselt werden. Eine feuchte Maske bietet deutlich weniger Schutz.

Fehler 5: Maske in der Hosentasche verstauen

Eine abgelegte Maske gehört in einen sauberen Beutel oder wird direkt entsorgt – nicht in die Hosentasche stecken. Keime von der Außenseite können sonst auf andere Gegenstände übertragen werden.

Fehler 6: Maske über Kinn oder Hals ziehen

Viele Menschen ziehen die Maske kurz herunter, wenn sie sprechen oder eine Pause machen – und legen sie dann wieder an. Die Außenseite der Maske ist mit Keimen belastet und sollte nie in Kontakt mit Haut oder Haaren kommen.

Fehler 7: Falsche Maske für den Einsatzbereich

Nicht jede Maske ist für jeden Zweck geeignet. In medizinischen Einrichtungen sollte mindestens ein Typ IIR (spritzwasserresistent) getragen werden. Für den maximalen Eigenschutz ist eine FFP2-Maske erforderlich.

OP-Maske, FFP2-Maske oder Stoffmaske – was passt wann?

Die drei Maskentypen unterscheiden sich deutlich in Schutzwirkung, Norm und Einsatzbereich:

Kriterium OP-Maske (Typ IIR) FFP2-Maske Stoffmaske
Fremdschutz (Tröpfchen) Sehr gut Sehr gut Eingeschränkt
Eigenschutz (Aerosole) Gering Sehr gut Sehr gering
Norm DIN EN 14683 Typ IIR EN 149:2001 + A1:2009 Keine einheitliche Norm
CE-Kennzeichnung Ja (Medizinprodukt) Ja (PSA) Meist nein
Typische Tragedauer Bis 4 Stunden Arbeitstäglich begrenzt Variabel, waschbar
Einsatzbereich Medizin, Pflege, Alltag Arbeitsschutz, medizinischer Eigenschutz Alltag, geringes Risiko

Für den reinen Fremdschutz im Alltag reicht eine OP-Maske. Wer sich selbst vor Aerosolen schützen möchte – etwa im beruflichen Kontext oder bei erhöhtem Risiko – sollte zur FFP2-Maske greifen.

So legst du eine OP-Maske richtig an – Schritt für Schritt

  1. Hände gründlich waschen oder desinfizieren
  2. Maske aus der Verpackung nehmen, dabei nur die Ohrschlaufen berühren
  3. Farbige Seite nach außen – weiße Innenseite zum Gesicht
  4. Ohrschlaufen über die Ohren hängen
  5. Maske über Nase, Mund und Kinn ziehen
  6. Nasenbügel mit beiden Händen fest an die Nase drücken
  7. Sitz prüfen: Keine Seitenlücken, Nase vollständig bedeckt

Wann muss die Maske gewechselt werden?

  • Bei sichtbarer Verschmutzung oder Beschädigung
  • Wenn die Maske feucht oder durchgeschwitzt ist
  • Nach spätestens 4 Stunden kontinuierlicher Nutzung
  • Nach dem Kontakt mit potenziell infizierten Personen

Häufig gestellte Fragen zum Tragen von OP-Masken

Was ist der häufigste Fehler beim Tragen einer OP-Maske?

Der häufigste Fehler ist, die Maske unter der Nase zu tragen. Dadurch strömt Atemluft ungehindert an der Maske vorbei und der Schutzeffekt ist praktisch aufgehoben. Nase und Mund müssen immer vollständig bedeckt sein.

Wie oft muss ich eine OP-Maske wechseln?

OP-Masken sollten bei sichtbarer Verschmutzung, Feuchtigkeit oder spätestens nach 4 Stunden Tragezeit gewechselt werden, sowie nach Kontakt mit potenziell infizierten Personen. Es handelt sich um Einmalprodukte.

Darf ich die Maske kurz herunterziehen und wieder aufsetzen?

Davon wird abgeraten. Die Außenseite der Maske ist mit Keimen belastet und sollte nie in Kontakt mit Haut oder Haaren kommen. Beim Herunterziehen über Kinn oder Hals steigt das Risiko einer Kontamination.

Wie lege ich eine OP-Maske richtig an?

Hände waschen, Maske nur an den Ohrschlaufen anfassen, farbige Seite nach außen über Nase, Mund und Kinn ziehen, Ohrschlaufen einhängen und den Nasenbügel fest an die Nase andrücken. Abschließend prüfen, dass keine Seitenlücken bestehen und die Nase vollständig bedeckt ist.

Fazit

Eine OP-Maske entfaltet ihren vollen Schutz nur bei korrekter Anwendung. Die häufigsten Fehler – Nase freilassen, Nasenbügel nicht anpassen oder Maske zu lange tragen – lassen sich leicht vermeiden. Mit einer hochwertigen Maske vom Typ IIR und richtiger Anwendung bist du optimal geschützt.

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