Augenschutz am Arbeitsplatz: Wann ist eine Schutzbrille Pflicht?

Augenschutz am Arbeitsplatz: Alles was du wissen musst

Zuletzt aktualisiert: 3. August 2026

Das Auge ist eines der empfindlichsten Organe des menschlichen Körpers – und gleichzeitig eines der am häufigsten verletzten am Arbeitsplatz. Laut der DGUV-Statistik waren 2022 zwei Prozent aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle in Deutschland Augenverletzungen – das entspricht mehr als 14.000 Betroffenen (Quelle: DGUV). Die gute Nachricht: Die meisten davon wären mit der richtigen Schutzbrille vermeidbar.

Warum ist Augenschutz so wichtig?

Die häufigsten Ursachen für Augenverletzungen am Arbeitsplatz sind:

  • Fremdkörper – Späne, Splitter, Staub und Schleifpartikel
  • Chemikalien – Ätzmittel, Lösungsmittel, Säuren und Laugen
  • Strahlung – UV-Strahlung, Infrarotstrahlung beim Schweißen
  • Druckluft und Spritzwasser – beim Lackieren, Reinigen oder Spritzen
  • Blendung – durch starke Lichtquellen oder Sonnenlicht im Freien

Wann ist eine Schutzbrille gesetzlich vorgeschrieben?

Gemäß PSA-Benutzungsverordnung und den Vorschriften der DGUV ist das Tragen einer Schutzbrille bei folgenden Tätigkeiten verpflichtend:

  • Schleifen, Fräsen, Bohren, Sägen und Hämmern
  • Arbeiten mit Ätz- oder Reinigungsmitteln
  • Schweissen, Brennschneiden und Löten
  • Lackieren, Spritzen und Oberflächenbehandlung
  • Arbeiten im Labor oder in der Zahntechnik
  • Arbeiten mit Druckluft oder Hochdruckreinigern

Die richtige Schutzbrille nach Gefährdung auswählen

Gefährdung Brillentyp Norm
Späne, Staub, Splitter Klassische Schutzbrille EN 166
Chemikalien, Ätzmittel Vollsichtschutzbrille EN 166
UV-Strahlung, Sonne Getönte Schutzbrille EN 166 + EN 172
Lackieren, Spritzen Vollsichtschutzbrille EN 166
Allgemeine Staubarbeiten Klassische Schutzbrille EN 166
Sport, Outdoor Getönte Schutzbrille EN 166 + EN 172

Wichtige Normen für Schutzbrillen

  • EN 166 – Grundnorm für persönlichen Augenschutz. Alle Schutzbrillen für den Arbeitsschutz müssen diese erfüllen.
  • EN 170 – Filterbrillen für den UV-Schutz
  • EN 172 – Sonnenschutzfilter für getönte Schutzbrillen
  • Optische Klasse 1 – höchste Sehleistung, keine Verzerrungen – empfohlen für alle Präzisionsarbeiten

Worauf beim Kauf einer Schutzbrille achten?

  • CE-Kennzeichnung – Pflicht für alle PSA in der EU
  • Passform – die Brille muss gut sitzen, ohne zu drücken
  • Antifog-Beschichtung – verhindert Beschlagen bei körperlicher Aktivität
  • Für Brillenträger – Überbrillen wie die P1S1 ermöglichen das Tragen über der eigenen Brille
  • Gewicht – leichte Brillen (unter 30 g) sind angenehmer bei langer Tragedauer
  • Made in Germany – garantiert geprüfte Qualität und zuverlässige Zertifizierung

Pflege und Austausch von Schutzbrillen

  • Gläser regelmäßig reinigen – nur mit weichem Tuch, keine Scheuermittel
  • Beschädigte oder stark verkratzte Brillen sofort ersetzen
  • Antifog-Beschichtung nicht mit aggressiven Mitteln reinigen
  • Brillen trocken und staubfrei aufbewahren

Häufig gestellte Fragen zum Augenschutz

Wann ist eine Schutzbrille am Arbeitsplatz Pflicht?

Gemäß PSA-Benutzungsverordnung und den Vorschriften der DGUV ist eine Schutzbrille Pflicht bei Tätigkeiten wie Schleifen, Fräsen, Bohren, Sägen und Hämmern, Arbeiten mit Ätz- oder Reinigungsmitteln, Schweißen, Brennschneiden und Löten, Lackieren und Spritzen, Arbeiten im Labor oder in der Zahntechnik sowie Arbeiten mit Druckluft oder Hochdruckreinigern.

Welche Normen gelten für Schutzbrillen?

EN 166 ist die Grundnorm für persönlichen Augenschutz, die alle Arbeitsschutzbrillen erfüllen müssen. EN 170 gilt für Filterbrillen mit UV-Schutz, EN 172 für Sonnenschutzfilter bei getönten Schutzbrillen. Für Präzisionsarbeiten wird zusätzlich die optische Klasse 1 empfohlen.

Welche Schutzbrille passt zu welcher Gefährdung?

Bei Spänen, Staub und Splittern reicht eine klassische Schutzbrille nach EN 166. Bei Chemikalien, Ätzmitteln sowie beim Lackieren und Spritzen ist eine Vollsichtschutzbrille nach EN 166 nötig. Bei UV-Strahlung und Sonne empfiehlt sich eine getönte Schutzbrille nach EN 166 in Kombination mit EN 172.

Worauf sollte man beim Kauf einer Schutzbrille achten?

Wichtig sind eine CE-Kennzeichnung, eine gute Passform ohne Druckstellen, eine Antifog-Beschichtung gegen Beschlagen, geringes Gewicht unter 30 Gramm für langes Tragen sowie bei Brillenträgern eine passende Überbrille. Produkte mit Made-in-Germany-Herkunft bieten zusätzlich geprüfte Qualität.

Fazit

Augenschutz am Arbeitsplatz ist keine Option – er ist Pflicht und Investition in die eigene Gesundheit. Eine hochwertige CE-zertifizierte Schutzbrille schützt vor dauerhaften Augenschmerzen, die eine berufliche Tätigkeit unmöglich machen können.

Unsere Schutzbrillen von Kela Schutzartikel – von der klassischen P1S1 über die SKY bis zur Vollsichtschutzbrille ACT – sind alle CE-zertifiziert, in Deutschland hergestellt und für den professionellen Einsatz konzipiert.

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